Fake-Studie zu ChatGPT-Vorteilen im Unterricht

Springer Nature zieht eine Meta-Analyse zurück, die Lerneffekt durch ChatGPT belegen sollte. Der Grund: Die Studie sei wissenschaftlich nicht haltbar, der Verlag als Herausgeber habe Bedenken hinsichtlich Unstimmigkeiten in der Metaanalyse, die methodischen Probleme würden das Vertrauen in die Validität der Analyse und der darauf basierenden Schlussfolgerungen untergraben.

Die Meta-Studie war im Mai 2025 im Journal Humanities & Social Sciences Communications erschienen. Grundlage waren 51 Einzelstudien. Als Ergebnis wurde behauptet, dass die Nutzung von ChatGPT einen „großen positiven Einfluss“ auf Lernleistungen habe. In sozial nur genannten Medien wurde die Studie „erster belastbarer Beleg für den Nutzen generativer KI im Unterricht“ promotet.

Doch sind laut Ben Williamson, Senior Lecturer am Centre for Research in Digital Education der University of Edinburgh, sowohl die Datenbasis selbst wie der zeitliche Rahmen fragwürdig, die Studie habe „teilweise sehr minderwertige Studien synthetisiert oder Ergebnisse von Arbeiten zusammengemischt, die aufgrund völlig unterschiedlicher Methoden, Populationen und Stichproben gar nicht vergleichbar seien (…) Das Papier hätte „von Anfang an nicht veröffentlicht werden dürfen“.(zit.n. Telepolis vom 5. Mai 2026: Studie zu ChatGPT-Vorteilen im Unterricht zurückgezogen

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