Harro Rhenius

Bezirksversammlung Nord

Am 17. September 2026 findet die Mitgliederversammlung der Bezirke Nordfriesland, Schleswig/Flensburg statt. Wir treffen uns in Silberstedt im Hotel-Restaurant „Schimmelreiter„. Die Einladung mit den Tagesordnungspunkten ist den Mitgliedern bereits zugegangen.Wer keine Einladung bekommen hat, bitte melden.

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Ferienzeit und Sommerferien

Sommerzeit und Sommerferien, sind offensichtlich die Zeiten, in denen„alte Kamellen“ sowohl von Politikern –  hier vor allem von „Sozialpolitikern“- und auch von Journalisten wiederholt aufgegriffen werden.Augenblicklich hat es sich bewährt, das Beamtentum an den Pranger zu stellen. Da wird von XXL-Beschäftigten und überbezahlten Beschäftigten des öffentlichen Dienstes in Veröffentlichungen geschrieben und gedröhnt.Nur das so benannte Kerngeschäft, das nur hoheitliche Aufgaben betrifft sollte von Beamtinnen und Beamten bedient werden. Als Beispiel werden die Polizei, die Feuerwehr, und die Finanzverwaltung benannt.Wo aber ist die Bundeswehr? Wo sind die Lehrkräfte? Es wird immer wieder übersehen, dass Lehrkräfte staatlich anerkannte Prüfungen, die Voraussetzung für weitere Bildungsmöglichkeiten sind, abnehmen müssen. Zudem sichert das Beamtenverhältnis die pädagogische Unabhängigkeit der Lehrerinnen und Lehrer.Da werden Programme zur Investitionsförderung aufgelegt, die aber offensichtlich fehlgeleitet werden oder ganz im Orkus verschwinden. Wo aber bleibt da die Bildungsförderung. Die einen behaupten, es gebe zu wenig Lehrkräfte, die anderen dröhnen, es gebe zu viele Lehrkräfte. Wer hat Recht?Seröse Planungen und Untersuchungen legen eindeutig dar, dass es zu wenig Lehrkräfte in bestimmten Fachrichtungen gibt und dass zu wenig Studierende sich für Mangelfächer entscheiden. Gerade diese Fächer sind leistungsorientiert. Aber zurück zu den angeblich „faulen Beamten bzw. Lehrern“, wie der frühere Bundeskanzler Gerhard Schröder einst formulierte.Bereits die frühere Finanzministerin Heide Simonis (1988 bis 1993) und von 1993 bis 2005 Ministerpräsidentin des Landes Schleswig-Holstein hatte erkannt, dass aktive Beamte für den Landeshaushalt kostensparend sind. Wären sie Angestellte, müsste das Land nicht nur die Bruttogehälter entsprechend erhöhen, damit die Beschäftigten ihren Arbeitnehmeranteil bezahlen können, sondern auch noch den Arbeitgeberanteil für die Rentenversicherung und die Arbeitslosenversicherung aufbringen. Der aktive Beamte ist also eindeutig kostengünstiger als der Angestellte. Erst der pensionierte Beamte wird gegenüber dem Rentner kostenungünstiger.Das aber liegt vor allem daran, dass Bundesländer die ersparten Arbeitgeberanteile nicht zur Bildung von Rücklagen für die späteren Ruhegehälter einsetzen oder anderweitig  Pensionsrücklagen bilden, oder  wie in Schleswig-Holstein geschehen und wieder geschehen soll, Rücklagen, zu deren Bildung  Beamte durch Gehaltsverzicht  beigetragen haben, zur Deckung angeblicher Haushaltlöcher verwenden, dann fehlen die Mittel für die Ruhegehälter der Landesbeamten natürlich. Ist das ein Wunder?Aber es ist einfach toll, dass immer wieder in der Sommerzeit eine „neue (alte) Sau“ durch das Land getrieben wird.Das musste mal geschrieben werden.IhreGrete Rhenius

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Hymnenpflicht an bayerischen Schulen

Hymnenpflicht an bayerischen Schulen kommt In Bayern sollen in Schulen künftig Hymnen abgespielt werden. Das Kultusministerium teilte mit, dass ab dem Schuljahr 2026/2027 bei festlichen Abschlussveranstaltungen mindestens zwei Lobgesänge erklingen müssen, darunter auf jeden Fall die Bayernhymne . Ob die Hymnen vom Band oder von einer Musikgruppe gespielt werden, liege „im Ermessen der Schulleitung“.   Zunächst hatte die CSU vorgeschlagen, sogar drei Hymnen zu spielen – nämlich National-, Europa- und Bayernhymne. Laut Ministerium, das auf einen Austausch mit den Schulen verweist, sollen es jetzt nur noch zwei sein. Ob die Hymnen vom Band oder von einer Musikgruppe gespielt werden, liege „im Ermessen der Schulleitung“. Durch das Aushändigen von Textblättern solle es den Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Abschlussfeier ermöglicht werden mitzusingen. Eine Pflicht zum Mitsingen gebe es aber nicht. Das Ministerium verwies dabei auch auf einen Paragraphen im Strafgesetzbuch (§90a StGB Verunglimpfung des Staates und seiner Symbole), auf dessen Einhaltung zu achten sei. Offensichtlich befürchte das Ministerium, dass die staatlich verordnete Singstunde nicht von allen so bierernst genommen werde wie gewünscht, und schwenke schon mal vorsorglich die Keule des Strafgesetzbuches. Diese Nachricht wurde am 06.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.

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Fake-Studie zu ChatGPT-Vorteilen im Unterricht

Springer Nature zieht eine Meta-Analyse zurück, die Lerneffekt durch ChatGPT belegen sollte. Der Grund: Die Studie sei wissenschaftlich nicht haltbar, der Verlag als Herausgeber habe Bedenken hinsichtlich Unstimmigkeiten in der Metaanalyse, die methodischen Probleme würden das Vertrauen in die Validität der Analyse und der darauf basierenden Schlussfolgerungen untergraben. Die Meta-Studie war im Mai 2025 im Journal Humanities & Social Sciences Communications erschienen. Grundlage waren 51 Einzelstudien. Als Ergebnis wurde behauptet, dass die Nutzung von ChatGPT einen „großen positiven Einfluss“ auf Lernleistungen habe. In sozial nur genannten Medien wurde die Studie „erster belastbarer Beleg für den Nutzen generativer KI im Unterricht“ promotet. Doch sind laut Ben Williamson, Senior Lecturer am Centre for Research in Digital Education der University of Edinburgh, sowohl die Datenbasis selbst wie der zeitliche Rahmen fragwürdig, die Studie habe „teilweise sehr minderwertige Studien synthetisiert oder Ergebnisse von Arbeiten zusammengemischt, die aufgrund völlig unterschiedlicher Methoden, Populationen und Stichproben gar nicht vergleichbar seien (…) Das Papier hätte „von Anfang an nicht veröffentlicht werden dürfen“.(zit.n. Telepolis vom 5. Mai 2026: Studie zu ChatGPT-Vorteilen im Unterricht zurückgezogen

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Demokratie schützen

Der öffentliche Dienst und das Beamtentum stehen derzeit stark unter Beschuss. dbbj-Vorsitzender Matthäus Fandrejewski fordert eine faktenbasierte Debatte. 05. Mai 2026 „Die aktuellen Sozialreformen sind nicht nur eine Zumutung für die Arbeitnehmenden, sie bieten den extremen Rändern auch ausreichend Gelegenheit, sie für ihre Zwecke auszuschlachten“, sagte Matthäus Fandrejewski, Vorsitzender der dbb jugend, am 4. Mai 2026 im Anschluss an ein Gespräch mit Marcel Emmerich, dem beamtenpolitischen Sprecher von Bündnis 90/Die Grünen. Wasser auf die Mühlen derer zu gießen, die die Demokratie aktiv bedrohen, könne nicht im Interesse der demokratischen Parteien sein. Statt Arbeitnehmende zusätzlich zu belasten, sollte die Politik den Fokus darauf legen, die Institutionen zu stärken, die Schutz gegen extremistische Kräfte bieten. „Der öffentliche Dienst ist der Garant für einen handlungsfähigen Staat und somit für eine starke Demokratie. Dass ausgerechnet in einer Zeit, in der unser demokratisches System so unter Beschuss steht, das Berufsbeamtentum permanenten Angriffen ausgesetzt ist, ist für mich absolut nicht nachvollziehbar“, betonte Fandrejewski. Aus seiner Sicht sei es wichtig, wirklich alle Fakten in die Debatte mit einzubeziehen: „Mir fällt zum Beispiel auf, dass in der Debatte um die Pensionen oft übersehen wird, dass in den Pensionen neben der klassischen Alterssicherung auch die betriebliche Komponente implizit enthalten ist.“ Auch das Thema Gewalt gegen die Beschäftigten im öffentlichen Dienst hat Fandrejewski beim Treffen mit Emmerich angesprochen: „Die Gewalt gegen Beschäftigte im öffentlichen Dienst ist erschreckend. Und noch immer gibt es ein großes Dunkelfeld.“ In der dbb-Umfrage von 2025 hatte die Hälfte der befragten Beschäftigten angegeben, schon einmal bei ihrer Tätigkeit behindert, beschimpft oder tätlich angegriffen worden zu sein – Tendenz steigend. Die dbb jugend fordere deshalb aussagekräftige Erhebungen, die als Grundlage für konkrete Schutzmaßnahmen dienen. „Viele vergessen, dass nicht nur die Polizei, sondern auch Beschäftigte in Schulen, der Arbeitsverwaltung und im kommunalen Bereich Gewalt erfahren. Wir setzen darauf, dass die Grünen bei dem Thema mit uns an einem Strang ziehen.“  

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Beamtenpensionen – das aktuelle Reizthema

Gespräch mit  dem SPD-Fraktionsvorsitzen – Alterssicherung: Langfristig denken statt Strohfeuer zünden Die Sicherung der Altersversorgung wird derzeit heiß diskutiert. Der dbb-Bundesvorsitzende Volker Geyer wirbt dafür, sachlich zu bleiben.23. April 2026In einem Gespräch mit Matthias Miersch, MdB, Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion, am 23. April 2026 sprach Geyer den größten Streitpunkt an: „Eine der häufigsten Forderungen ist, dass Beamtinnen und Beamte auch in die Gesetzliche Rentenversicherung (GRV) einzahlen sollen. Diese Idee wird aber schnell zum Bumerang werden“, erklärte er. „Schließlich müssen aus diesen Kassen ja dann auch zusätzlich die Renten der Beamtinnen und Beamten finanziert werden. Nicht nur das: Obendrauf müssen die Bezüge der Beamtinnen und Beamten um die Beiträge zur Rentenversicherung erhöht werden. Auch die Arbeitgeber müssten dann Beiträge zahlen. Für den Steuerzahler wird das teurer. Für den Staat wird das teurer. Kurz: Das Ganze ist unbezahlbar. Eine Einbeziehung ist mit uns nicht zu machen.“ Der Austausch mit dem SPD-Fraktionsvorsitzenden sei eine wichtige Etappe in der Diskussion gewesen, so der dbb-Chef. Denn die Vorschläge, Beamtinnen und Beamte in die GRV miteinzubeziehen, seien in den letzten Wochen insbesondere vonseiten der SPD-Spitze gekommen. „Für viele ist das ein Reizthema, dennoch müssen wir die Diskussion sachlich und ohne verbale Ausfälle führen“, betonte Geyer.  „Wir erwarten von der Politik auch eine langfristige Alterssicherung für Arbeitnehmende. Statt Gruppen gegeneinander auszuspielen, müssen echte Lösungen in Form einer durchdachten und nachhaltigen Absicherung her“, unterstrich Geyer. „Kurzlebige Strohfeuer zu zünden und sich eines grobschlächtigen Populismus zu bedienen, bringen uns in der Sache dagegen nicht weiter.“  Geyer kritisiert Angriffe auf das Berufsbeamtentum Der dbb-Chef hob den besonderen Stellenwert des Berufsbeamtentums hervor: „Das Berufsbeamtentum steht für Stabilität und Verfassungstreue. Es ist in Zeiten des Arbeitskräftemangels ein Argument für Nachwuchskräfte, sich für den öffentlichen Dienst zu entscheiden. Zudem schwören die Kolleginnen und Kollegen alle einen Eid auf das Grundgesetz und verpflichten sich der freiheitlich-demokratischen Grundordnung.“ Es liege daher im Interesse des Staates und der Gesellschaft, das Berufsbeamtentum zu schützen. „Angriffe auf das Berufsbeamtentum konterkarieren die täglichen Anstrengungen unserer Kolleginnen und Kollegen, das Land am Laufen zu halten“, machte Geyer deutlich. „Darüber hinaus garantiert das Berufsbeamtentum durch die Streikfreiheit, dass die Daseinsfürsorge ohne Unterbrechung aufrechterhalten werden kann.“

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Verband schlägt Alarm

SAARBRÜCKEN 22.04. 2026Förderschulen existieren als besondere Einrichtungen, um Schülerinnen und Schülern mit speziellen Bedarfen besser als an Regelschulen unterstützen zu können. Was aber, wenn Förderschulen dieser Kinder und Jugendlichen nicht mehr Herr werden? Der Verband Reale Bildung Saarland schlägt jetzt Alarm. Die Schülerschaft im Schwerpunkt Geistige Entwicklung habe sich „sowohl in der Quantität, aber auch in der Qualität“ deutlich verändert, erklärt die Vorsitzende Karen Claassen. Gewalt gegenüber Lehrkräften sei auch hier zunehmend ein Thema. Kinder mit ADHS zeigen öfter auffälliges Verhalten. (Symbolfoto). Foto: Shutterstock Die Lage erscheint zunehmend explosiv. „Die Schülerschaft an Förderschulen mit dem Schwerpunkt Geistige Entwicklung hat sich in den vergangenen Jahren deutlich verändert. Die aktuellen Rahmenbedingungen tragen dieser Entwicklung nicht ausreichend Rechnung“, so heißt es in einer Stellungnahme des Verbands Reale Bildung (VRB) Saarland, der auch Lehrkräfte an Förderschulen vertritt. Mit Blick auf aktuelle Meldungen, wonach die Gewalt gegenüber Lehrkräften in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen ist, weist Verbandsvorsitzende Karen Claassen darauf hin, dass „auch an den Förderschulen Geistige Entwicklung eine vermehrte Gewalt zu beobachten“ sei und sich die Schülerklientel „sowohl in der Quantität, aber auch in der Qualität“ verändert habe und weiter verändere. Eine zentrale Ursache sieht der Verband in „komplexen Beeinträchtigungen“, die zu „immer herausfordernden Situationen für die Lehrkräfte“ führten. „Selbst- oder fremdgefährdendes Verhalten, Weglauftendenzen, extrem lautes Lautieren oder Schreien über eine längere Zeit“ Bundesweite Daten verweisen auf die wachsende Bedeutung dieses Förderschwerpunkts. Nach Angaben der Kultusministerkonferenz ist die Förderquote im Bereich geistige Entwicklung von 0,6 Prozent im Jahr 1996 auf 1,4 Prozent im Jahr 2023 gestiegen. Damit hat sich der Anteil mehr als verdoppelt. Wie sich diese Entwicklung im Schulalltag niederschlägt, beschreibt der Verband ausführlich. Förderschulen würden „zunehmend Bildungsorte für Schülerinnen und Schüler mit komplexen und vielfach unklaren Unterstützungsbedarfen“. Lehrkräfte berichteten dabei von „einer starken Zunahme von Kindern und Jugendlichen aus dem Autismus-Spektrum“ sowie von „steigenden Zahlen an Schülerinnen und Schülern mit herausforderndem Verhalten“. Konkret genannt werden „selbst- oder fremdgefährdendes Verhalten, Weglauftendenzen, extrem lautes Lautieren oder Schreien über eine längere Zeit“. Hinzu komme eine Verdichtung unterschiedlicher Problemlagen. In der Stellungnahme ist von „Schülerinnen und Schülern mit komplexen Mehrfachbehinderungen, schweren Verhaltensauffälligkeiten, psychischen Belastungen, Traumafolgestörungen sowie hohem Pflege- und Unterstützungsbedarf“ die Rede. Gleichzeitig wachse der psychosoziale Unterstützungsbedarf ebenso wie die sprachliche und kulturelle Diversität. Wirkungsvolle Nachdenkaufgaben für Klassenrowdys Arbeitsblätter/Kopiervorlagen zur Reaktion auf Regelverstöße in den Klassen 1-4 Schnell einsetzbare Aufgaben für Klassenrowdys, mit wertvollen Lehrerhinweisen Klassenrowdys erschweren oft ein gemeinsames, effektives Lernen und ein friedliches Zusammenleben oder Machen dies schier unmöglich. Wir alle kennen sie: Sie lachen andere Kinder aus, beleidigen, schlagen oder piesacken sie. Sie zeigen keinerlei Manieren, verschmutzen oder zerstören Schuleigentum oder Schulmaterialien. Die Arbeitsblätter in diesem PDF-Download regen die Klassenrowdys auf kreative Weise dazu an, ihr Fehlverhalten zu reflektieren. Dank unterschiedlicher Kompetenzstufen lassen sich die Materialien differenziert und individuell einsetzen. Lehrkräfte erhalten Anregungen, um auf die Herausforderungen im Unterricht präventiv wirkungsvoll eingehen zu können. Ihnen steht mit dem Download ein Pool an methodisch vielfältigen Arbeitsblättern zur Verfügung, mit denen das Kind auf differenzierte und kreative Weise Fehlverhalten nachhaltig reflektieren kann. Die Aufgabenstellungen bewegen sich auf unterschiedlichen Kompetenzstufen und sind daher differenziert und individuell einsetzbar. Auch Kopiervorlagen für die Schülerakte sind enthalten. Verbandsvorsitzende Claassen beschreibt auch die Folgen für die Arbeit in den Schulen. Die Entwicklung führe zu „einer steigenden emotionalen, physischen und körperlichen Belastung“ bei Lehrerinnen und Lehrern, die wiederum „zu erheblichen krankheitsbedingten Ausfällen und damit zu einer noch höheren Belastung der weiteren Lehrkräfte“ führe. Zudem komme es zu „einer erheblichen Rollenverschiebung der Lehrkräfte“ sowie zu „einer massiven Ausweitung von Kooperations- und Koordinationsaufgaben“. Im Gesamtsystem übernehmen Förderschulen nach Darstellung des VRB zunehmend eine Auffangfunktion. Sie würden „immer häufiger zur ersten Anlaufstelle für Kinder und Jugendliche, die im Regelsystem oder in anderen Förderschwerpunkten keine adäquate Förderung erfahren haben“. Vor diesem Hintergrund richtet sich der Blick des Verbands auf die strukturellen Bedingungen. Die besondere Zusammensetzung der Schülerschaft erfordere „einen besonderen Zugang“, der jedoch „immer mehr Ressourcen in Personal und Räumlichkeiten“ notwendig mache. Gleichzeitig fehlten „viel zu kleine Räumlichkeiten und vor allem zu wenige, um Situationen auch zu entzerren“. Daraus leitet der Verband eine klare Forderung ab: Es brauche „dringend eine Investition, um dem Bildungsauftrag auch weiterhin gerecht werden zu können“. Quelle: News4teachers 

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Lob des Klassenunterrichts

Als der französische Schriftsteller Albert Camus für sein erzählerisches, dramaturgisches, philosophisches und publizistisches Gesamtwerk den Literaturnobelpreis zugesprochen bekam, musste er unwillkürlich an seinen ersten Lehrer in der algerischen Volksschule zurückdenken – und schrieb ihm kurze Zeit später in einem Brief: »Ohne Sie, ohne Ihre liebevolle Hand, die Sie dem armen kleinen Kind, das ich war, gereicht haben, ohne Ihre Unterweisung und Ihr Beispiel wäre nichts von alledem geschehen. Ich mache um diese Art Ehrung nicht viel Aufhebens. Aber diese ist zumindest eine Gelegenheit, Ihnen zu sagen, was Sie für mich waren und noch immer sind, und um Ihnen zu versichern, dass Ihre Mühen, die Arbeit und die Großherzigkeit, die Sie eingesetzt haben, immer lebendig sind bei Ihrem kleinen Zöglinge, der trotz seines Alters nicht aufgehört hat, Ihr dankbarer Schüler zu sein.« Was mag das für ein Lehrer gewesen sein, den der berühmt Gewordene derart ehrte? Entnommen: GWB-Flugschrift 3

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Alarmsignale nicht länger ignorieren!

Das Schulbarometer 2026 zeigt eine deutliche Zunahme psychischer Belastungen bei Kindern und Jugendlichen. Für unseren Lehrkräfteverband ergibt sich aus den Befunden ein klarer Handlungsauftrag an die Politik. Die aktuellen Ergebnisse des Deutschen Schulbarometers 2026 zeigen eine erschreckende Entwicklung: Erstmals seit der Corona-Pandemie nimmt der Anteil der Kinder und Jugendlichen mit psychischen Auffälligkeiten wieder zu. Es ist, auch für die IVL, klar: Die Politik darf dieses Alarmsignal nicht länger ignorieren. „Die Zahlen sind ein schriller Weckruf. Schule ist nicht nur Lernort, sondern auch Lebensraum – und dieser Lebensraum gerät für viele junge Menschen zunehmend unter Druck“, erklärt Ralf Neugschwender, Vorsitzender unseres Verbandes. Schule hat einen entscheidenden Einfluss auf das Wohlbefinden von Schülerinnen und Schülern. Gute Beziehungen zu Lehrkräften, ein positives Klassenklima und qualitativ hochwertiger Unterricht wirken stabilisierend und stärkend. Daraus ergibt sich ein klarer Handlungsauftrag an die Bildungspolitik in Bund und Ländern. „Lehrkräfte leisten täglich Enormes, aber sie stoßen immer häufiger an ihre Grenzen“, mahnt Neugschwender. „Wer von Schulen erwartet, dass sie sowohl Bildungserfolg sichern als auch psychische Stabilität fördern, muss ihnen auch die notwendigen Ressourcen zur Verfügung stellen. Denn Beziehungsarbeit braucht Zeit.“ Wir fordert deshalb: eine deutlich bessere personelle Ausstattung mit Schulpsychologinnen und Schulpsychologen, mehr zeitliche Ressourcen für pädagogische Arbeit, kleinere Klassen, um individuelle Förderung und persönliche Entwicklung tatsächlich zu ermöglichen. „Beziehungsarbeit ist kein Schlagwort, sondern eine Frage der Rahmenbedingungen“, betont Neugschwender. „Wir wissen längst, was gute Schule ausmacht. Jetzt geht es darum, die richtigen Konsequenzen zu ziehen. Jede weitere Verzögerung geht zulasten der Kinder und Jugendlichen aber auch zu Lasten der Lehrkräfte in unserem Land.“

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