Berlin 02.09.2026 02.
Mit dem Startchancen- und -Qualitätsentwicklungsgesetz möchte das Bundesbildungsministerium bundesweite Qualitätsstandards für Kindertagesbetreuung einführen und Entwicklungs- und Bildungschancen von Kindern verbessern.
Frühkindliche Erziehung, Bildung und Betreuung in Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflege unterstützt Kinder dabei, sich zu einer selbstbestimmten, eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit zu entwickeln. Sie beeinflusst maßgeblich die Startchancen von Kindern, befördert eine erfolgreiche Bildungsbiografie und legt wichtige Grundlagen für den weiteren Lebensweg.
Die Startchancen von Kindern hängen noch immer vom sozialen Hintergrund ab. Studien zeigen, dass Leistungsunterschiede sich größtenteils schon vor Schuleintritt entwickeln. Bildungsungleichheit lässt sich daher durch frühkindliche Förderung am effektivsten bekämpfen. Eine bundesweit qualitativ hochwertige Erziehung, Bildung und Betreuung trägt auch zur Herstellung gleichwertiger Lebensverhältnisse für das Aufwachsen von Kindern, zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf und damit zum volkswirtschaftliche Wachstum bei.
Mit dem Gesetz zur Verbesserung der Startchancen von Kindern und zur Qualitätsentwicklung in der Kindertagesbetreuung (Startchancen- und -Qualitätsentwicklungsgesetz) sollen bundesweite Qualitätsstandards eingeführt werden – mit Fokus auf die Erhebung des Sprach- und Entwicklungsstands und die anschließende Förderung bei festgestelltem Bedarf, den Übergang von der Kindertagesbetreuung in die Schule und die gezielte Unterstützung von Kindertageseinrichtungen in herausfordernden Lagen. Damit soll ein zentraler Beitrag für bessere Startchancen von Kindern und eine qualitativ hochwertige frühkindliche Erziehung, Bildung und Betreuung in Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflege geleistet werden.
Am 2. September 2026 hat die Bundesregierung den Entwurf des Startchancen- und -Qualitätsentwicklungsgesetzes beschlossen.
Die IVL-SH begrüßt ausdrücklich die Aktion des Ministerium. Seit Jahren hat die IVL-SH in Schleswig-Holstein die jeweiligen Ministerinen aufgefordert aktiv zu werden. Nunmehr hat Frau Prien nun gehandelt.
(Presserklärung Bundesbildungsministerium)

