Harro Rhenius

Die Bildungsgrätsche – Anspruch und Wirklichkeit

Versprechen und Wirklichkeit der BildungssteuerungSeit dem „PISA-Schock“ erlebt das deutsche Schulsystem und ähnlich das in Österreich und der Schweiz einen bildungspolitischen Aktionismus. Jede neue Maßnahme versprach Aufbruch: mehr Effizienz durch Steuerung, mehr Evidenz durch Daten, besseren Unterricht durch Kompetenzmodelle, digitale Modernisierung, individuellere Förderung und selbstgesteuertes Lernen. Manches davon klang verheißungsvoll, einiges vielleicht sogar plausibel. Doch der Blick in die Klassenzimmer erzählt eine andere Geschichte. Was als Modernisierung gedacht war, hat nicht zu besseren Leistungen geführt – ganz im Gegenteil. Die Interventionen waren insofern erfolgreich, als gerade die neuen Steuerungsinstrumente ihr Scheitern in der schulischen Wirklichkeit empirisch dokumentieren: Die Leistungen der Schülerinnen und Schüler haben sich nicht verbessert, sondern im Gegenteil massiv verschlechtert. Gleichzeitig wächst der Schatten der Nebenfolgen. Lehrkräfte berichten von einer Realität, in der Pädagogik allzu oft hinter Formularen verschwindet, in der Rechenschaftslegung Zeit frisst und Bürokratie Energie bindet. Zwischen ambitionierten Programmen und dem, was in den Schulen tatsächlich möglich ist, klafft eine Lücke, deren Bewältigung viele als Grätsche empfinden – als tägliche Spannung zwischen bildungspolitischem Wunschdenken und schulischer Wirklichkeit. Zwar liegen die Ursachen auch in allgemeinen gesellschaftlichen Entwicklungen und nicht allein bei der Bildungspolitik, jedoch ist es notwendig, die großen „Verheißungen“ der vergangenen Jahre mit den Erfahrungen jener zu konfrontieren, die das System Tag für Tag tragen. Die Tagung der Gesellschaft für Bildung und Wissen (GBW) geht diesen Bruchlinien nach: jener zwischen bürokratischer Steuerung und schulischem Alltag, zwischen empirischer Vermessung und pädagogischer Urteilskraft, zwischen visionären Reformnarrativen und dem Hier und Jetzt im Klassenzimmer. Eine Tagung, die nicht auf schnelle Lösungen setzt, sondern auf Klarheit – und auf die Frage, wie Bildung gelingen kann, wenn man die Widersprüche endlich ernst nimmt. Es kommt jetzt darauf an, dass nicht mehr bildungspolitisches Wunschdenken die erziehungswissenschaftlichen Diskurse bestimmt; im Zentrum müssen die Herausforderungen der Praxis stehen. Wer dauernd vom Fortschritt in der Pädagogik redet, hat wenig von ihr verstanden.  

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Frühlingserwachen bei der Landesregierung

Einige haben es befürchtet, viele haben weggeschaut und andere haben es schlichtweg nicht für realistisch gehalten – doch der dbb schleswig-holstein hat viele Jahre dafür gekämpft: Die Besoldung der Beamtinnen und Beamten muss erhöht werden. Infolge der lang erwarteten Grundsatzentscheidung des Bundesverfassungsgerichtes zur amtsangemessenen Alimentation bleibt der Landesregierung allerdings auch nichts anderes übrig. Ein Plus für den dbb-sh, der als gewerkschaftliche Vertretung nach Vorne gegangen ist. Die IVL-SH ist Fachgewerkschaft des dbb-sh.

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Trotz Minusgrade IVL bei der Demo

Tarifbeschäftigte des Landes sowie Beamtinnen und Beamte des Landes und der Kommunen haben am 07. Januar im Kieler Regierungsviertel Fortschritte in der laufenden Einkommensrunde gefordert. Die über 600 Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben bei minus 2 Grad Celsius mit einer Menschenkette „Zumutungen am laufenden Band“ illustriert. Bei der anschließenden Kundgebung sagte dbb Landesbundvorsitzender Kai Tellkamp, der auch der Verhandlungskommission in Potsdam angehört: „Wir erwarten ein faires Angebot an die Gewerkschaften in der zweiten Verhandlungsrunde. Wir sind bereit, den Druck zu erhöhen, wenn wir dazu gezwungen werden! Keine Haushaltssanierung auf dem Rücken der Beschäftigten!“ An der vom dbb sh organisierten Aktion waren schwerpunktmäßig die VDStra und die DStG beteiligt. Ergänzend waren die DPolG, der BSBD, die DJG der BDR, der VLBS, der PhV, die IVL, der VBE, die GdS und die komba mit Delegationen vertreten. Damit wurde bereits deutlich, dass es dem dbb gleichermaßen um Tarifbeschäftigte und um Beamten geht. Die Einkommensrunde sei erst dann beendet, wenn ein durchgesetzter Tarifabschluss auch auf die Beamten übertragen wurde.

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Weihnachtsgrüße

  Wo auch immer Sie sind, zu Hause, bei Freunden oder Verwandten oder gar im Urlaub, Die IVL-SH und der Vorstand , Synonym für Interesse. Vertrauen. Leistung, wünscht Ihnen ein entspanntes und auch harmonisches Weihnachtsfest.2025.12.18 Weihnachtsgruß IVL 25

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Elektronische Lohnsteuerabzugsmerkmale (ELStAM)

Wußten Sie das? Als weitere Behörde stellt das „Bundeszentralamt für Steuern“ die elektronischen Lohnsteuerabzugsmerkmale (ELStAM) nach deren Bildung, u.a. durch die zuständigen Finanzämter, zum Abruf und Anwendung für Arbeitgeber bereit. Wenn Sie Ihre Gehalts- oder Pensionsabrechnung 01/2026 erhalten oder erhalten haben und sich wundern, warum Ihr Gehalt oder Ihre Pension plötzlich gekürzt wurde, finden Sie auf Ihrer Abrechnung den folgenden Text: Auf Grund technischer Probleme beim „Bundeszentralamt für Steuern“ bei der Datenlieferung über das ElstAM-Meldeverfahren konnten nicht alle ab 01.01.2026 gültigen Daten (private Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge, Steuerklassenänderungen etc.) für die Steuerberechnung berücksichtigt werden. Eine Korrektur soll automatisch in der nächsten Abrechnung erfolgen. Bitte sehen Sie von Anfragen beim DLZP ab und fordern Sie keine Ersatzbescheinigungen bei Ihren zuständigen Versicherungsunternehmen an. Soweit der Schritt zur Entbürokratisierung in unserem Land.

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Die Landesregierung macht erste Zugeständnisse

Die schleswig-holsteinische Finanzministerin Dr. Silke Schneider hat gegenüber dem Finanzausschuss des Landtages und gegenüber dem dbb schleswig-holstein das geplante Vorgehen zur Herbeiführung einer verfassungskonformen Besoldung dargelegt. Danach sollen alle bestehenden und künftigen Vorgaben des Bundesverfassungsgerichtes umgesetzt werden, was ab dem Jahr 2025 antragsunabhängig erfolgen soll. „Die Umsetzung der höchstrichterlichen Vorgaben ist allerdings kein Entgegenkommen, sondern eine rechtsstaatliche Selbstverständlichkeit“, so dbb Landesbundvorsitzender Kai Tellkamp.(Mitgliederinfo: Logging auf Zukunftsnetzwerk https://ivl-sh.zn-d.de/)

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Bundesverfassungsgericht zur amtsangemessenen Alimentation

Besoldungsentscheidung des Bundesverfassungsgerichtes:Landespolitik kann Korrekturbedarf nicht mehr ignorieren, die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichtes zur Beamtenbesoldung bezieht sich zwar auf die Berliner Besoldung. Sie wurde aber bewusst als Grundsatzentscheidung ausgestaltet, die auch für Schleswig-Holstein relevant ist. „Der Landespolitik wird erneut aufgezeigt, dass sie sich auf dünnes Eis begeben hat und eine Haushaltskonsolidierung auf dem Rücken der Beamten nicht möglich ist“, so dbb Landesbundvorsitzender Kai Tellkamp. (Mehr im Zukunftsnetzwerk nur für IVL-Mitglieder)

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Amtsangemessene Alimentation – Wer Wind säht, wird Sturm ernten

Und das Land Schleswig-Holstein und seine Politiker haben 2022 Wind gesäht. Gestern, 11.11.2025, wurde das Thema „Amtsangemessene Alimentation 2022“ vor dem Verwaltungsgericht in Schleswig verhandelt und beschlossen.Die Vertreter des dbb schleswig-holstein mit Rechtsanwalt Prof. Konrad Rogosch konnten vor dem Verwaltungsgericht gestern einen Erfolg verzeichnen Das Land Schleswig-Holstein muss Federn lassen. Das Verwaltungsgericht hält die Beamtenbesoldung in Schleswig-Holstein für verfassungswidrig. Der dbb – SH verweist auf die Warnungen hin, die er in Richtung Land frühzeitig gesendet hatte. Nur Kläger dürfen möglicherweise auf Nachzahlung von Besoldung hoffen. Mehr auf „dbb Zukunftsnetzwerk Deutschland“  (IVL-SH Mitglieder loggen Sie sich ein).

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Weiterbildungsfahrt – Litauen

Werte Leserin, werter Leser.Auch für 2025 hatten wir wieder ein Weiterbildungsangebot für Interessierte zu organisieren. Anspruch auf Bildungsfreistellung haben nach dem Weiterbildungsgesetz Schleswig-Holstein grundsätzlich alle Beschäftigten, die ihren Beschäftigungsschwerpunkt in Schleswig-Holstein haben. Bildungsfreistellung kann für Weiterbildungsveranstaltungen der allgemeinen, politischen, kulturellen und beruflichen Weiterbildung sowie Qualifizierungen für ehrenamtliches und zivilgesellschaftliches Engagement in Anspruch genommen werden. In den letzten 10 Jahren haben wir zahlreiche Weiterbildungsveranstalten sowohl für Mitglieder als auch für interessierte Bürgerinnen und Bürger unseres Landes durchgeführt. Primär waren unsere Veranstaltung vom europäischen Gedanken geprägt. Wir waren in Straßburg, Luxemburg und Brüssel, in Wien und Paris, in Genf und Verdun, aber auch in Tallin, Riga, Karlsruhe und Bonn. In 2025 stand Litauen auf dem Plan. Am 28.09. flogen wir von Hamburg mit „Baltic Air“ nach Vilnius. Drei Übernachtungen waren in Vilnius vorgesehen. Wir führten dort  Gespräche mit politischen und wirtschaftlichen Institutionen, bevor wir unsere Veranstaltung dann in Klaipeda (Memel) beendeten. Dort waren wir vom 01.10. bis 03.10.  Vorher machten wir einen Umweg über die kurischen Nehrung nach Niden u.a. zum Sommerhaus von Thomas Mann (Tomo Manno). Beendet haben wir unsere Veranstaltung im Simon-Dach-Haus in Klaipeda“, wo wir auf Einladung der „Verein der Deutschen in Klaipeda“ an der Feierlichkeit des 03. Oktober 35 Jahre Deutsche Einheit teilnehmen durften. Der Schulchor des Hermann-Sudermann-Gymnasium, trug neben unserer Nationalhymne, der litauischen Hymne und der Eurpoa-Hymne  das Lied „Freiheit“ von Marius Müller-Westerhagen vor. Manchen von uns standen dabei Tränen in den Augen. Am Abend fuhren wir mit der Fähre entspannt nach Kiel, wo wir am 04.10. abends ankamen. Begeistert waren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer von der Veranstaltu

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