Logo IVL 90IVL zum schlechten Abschneiden bei Abschlussarbeiten:
Ernüchterndes Ergebnis und dürftige Diagnose

„Das Ergebnis ist ernüchternd, die Diagnose mehr als dürftig“, so kommentierte die Landesvorsitzende der Interessenvertretung der Lehrkräfte (IVL-SH), Grete Rhenius, das enttäuschende Abschneiden der schleswig-holsteinischen Schüler bei den Abschlussarbeiten zum Ersten Allgemeinbildenden (ESA) sowie zum mittleren Bildungsabschluss (MSA).

Es sei wenig hilfreich, wenn das Ministerium für die schlechten Ergebnisse ausschließlich Entwicklungen außerhalb der eigenen Zuständigkeit verantwortlich mache, wie eine mangelnde Vorbereitung durch Lehrkräfte oder die Zusammensetzung der Schülerschaft, so Grete Rhenius.

Es sei fahrlässig gewesen, das Aufgabenniveau auf den Bundesstandard zu heben und vorher jegliche Maßnahmen zur Qualitätssteigerung an den Gemeinschaftsschulen zu unterlassen. Aus diesem Grund sollte den Schülern in diesem Jahr ausnahmsweise ein Notenbonus gewährt werden, um sie nicht für die Versäumnisse der Politik zu bestrafen. Dass nun stattdessen in einem ersten Schritt Schülern die mündliche Prüfung empfohlen und Lehrkräften weitere Fortbildungen angekündigt werden, sei eher als ein Ausdruck von Hilflosigkeit zu bewerten, bemerkte Grete Rhenius.

Die Vorsitzende kündigte eine Kampagne des Verbandes für das Schuljahr 2018/2019 an, in der die IVL in einem breiten Bündnis mit weiteren Kooperationspartnern konkret die Leistungsbremsen im System der Gemeinschaftsschulen benennen und Maßnahmen zur Qualitätssteigerung empfehlen werde.

V.i.S.d.P. IVL-SH

Dirk Meußer, Pressereferent                                                                                              Plön, 22.04.2018

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