aktuelle Themen

 

Das Popitzsche Gesetz
20.09.2017

Sie kennen das "Popitzsche Gesetzt" noch nicht? Gerade bei der zur Zeit von manchen Politikern und Standesvertretern geführten Diskussion um das so genannte "Kooperationsverbot" in der Bildungspolitik, spielt dieses Gesetz eine bedeutende Rolle. Angeblich gibt es ein Verbot der Zusammenarbeit von Bund und Ländern in der Bildungspolitik. Im Grundgesetz ist ein solches Verbot jedoch nicht verankert. Dort wird nur geregelt, welche Ebenen für die Bildungspolitik zuständig sind.

Das "Popitzsche Gesetz" formuliert das Zuwachsen des Zentralismus. Schon heute nimmt der Bund einen erheblichen Einfluss auf die erweiterte Bildungspolitik in unserem Land.

Es ist eine "retrospektive Kleinstaaterei", wenn heute von Ländern, wie z.B. Bayern, eine Lockerung des angeblichen "Kooperationsverbotes" strikt abgelehnt wird, Geld und Unterstützung vom Bund aber gefordert wird. Dem steht das genannte Gesetz entgegen.

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Gesprächseinladung von Hubertus Heil (SPD-Generalsekretär)

13.08.2017

In der Einladung an den VDR-Vorsitzenden Jürgen Böhm zu einer Veranstaltung am 17.08. in Berlin, der aus Urlaubsgründen von der IVL-Vorsitzenden Grete Rhenius vertreten werden wird, heißt es u.a.: ".....Aber vor allem zwei Umstände zwingen Sozialdemokraten zum Handeln: Auch heute hängt der Bildungserfolg immer noch zu sehr vom sozialen familiären Hintergrund ab, er wird viel zu oft eher vererbt statt durch Leistung erworben. Damit dürfen wir uns nicht abfinden. Und zweitens ist laut DStGB jede zweite Schule sanierungsbedürftig — mittlerweile wird der Sanierungsstau auf 34 Mrd. Euro beziffert. Das ist für eine moderne und reiche Gesellschaft beschämend.

Für die SPD ist klar: Wenn wir wieder eines der besten Schulwesen der Welt haben wollen, dann müssen hier Bund, Länder und Kommunen endlich gemeinsam mit vereinter Kraft handeln. Deshalb hat Martin Schulz eine Nationale Bildungsallianz und die Aufhebung des Kooperationsverbots für die Schulbildung im Grundgesetz gefordert."

Bemerkenswert sind die von uns makierten Stellen im Text.
1. Bildungserfolg kann vererbt werden? Mit oder ohne Testament?
2. Wenn wir das beste Schulwesen der Welt hatten, warum denn eigentlich die ganzen
    Änderung der letzten Jahre?


IVL zum Hamburger Schulleistungstest - KERMIT
21.07.2016

Unter dem Motto „Kompetenzen ermitteln“ – KERMIT – führen alle Hamburger Grundschulen, Stadtteilschulen und Gymnasien seit dem Schuljahr 2012/13 jährlich in unterschiedlichen Klassenstufen standardisierte Schulleistungstests durch. Die Aufgaben orientieren sich an den Anforderungen der nationalen Bildungsstandards und der Hamburger Bildungspläne. Die Test-Ergebnisse informieren die Lehrkräfte über fachbezogene Stärken und Schwächen ihrer Lerngruppen.

Nach den Ergebnissen der Erhebung erreichen 63 Prozent der Stadtteilschüler nicht den Mindeststandard im Fach Mathematik und die Spreizung der Deutschergebnisse gegenüber den Gymnasiasten sei überdeutlich.

„Das ist sehr beunruhigend, da die Hamburger Stadtteilschulen in der Regel das gleiche Prinzip wie die Gemeinschaftsschulen bei uns verfolgen – radikale Inklusion, Binnendifferenzierung und so genanntes, längeres gemeinsames Lernen’ als bildungspolitisches Allheilmittel – aus unserer Sicht ist der Hamburger Weg der falsche“, kommentiert die Landesvorsitzende der Interessenvertretung der Lehrkräfte in Schleswig-Holstein (IVL) Grete Rhenius die Ergebnisse im Nachbarland.

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IVL-Magazin 2/2017
11.07.2017

Das IVL Magazin ist - in leicht überarbeitetem Gewand -  in die Briefkästen gesteckt worden. Ich hoffe, das Magazin findet Ihr Interesse. Wenn es Ihnen gefällt, erzählen Sie es anderen, sollte es Ihnen nicht gefallen, sagen Sie es mir.

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Die IVL gratuliert Karin Prien zur Ernennung als Bildungsministerin und hofft auf karibischen Schwung statt hanseatischer Kühle bei drängenden Problemen
01.07.2017
 

Der Koalitionsvertrag zwischen CDU, FDP und Grünen sagt, dass die Landesregierung erhalten möchte, „was sich bewährt hat“. Der Interessenvertretung der Lehrkräfte in Schleswig-Holstein (IVL) stellt sich die Frage, was sich z.B. an dem mittlerweile 10jährigen Experiment ,Gemeinschaftsschule' aus Sicht der Koalitionäre bewährt habe.
„Höherer Unterrichtsausfall, höherer Krankenstand, höhere Schulabbrecherquoten, Niveauverluste in allen Fächern, steigende Arbeitsbelastung von Lehrkräften - das sollte alles ernst genommen und nicht als bewährtes Modell tituliert werden“, so die IVL-Landesvorsitzende Grete Rhenius.
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IVL zum Jamaika-Koalitionsvertrag: 6 Zeilen für 162 Gemeinschaftsschulen: „Ein unerwartet enttäuschendes Ergebnis.
16.06.2017

Ganze sechs Zeilen widmet der Koalitionsvertrag der Jamaika-Partner dem Thema Gemeinschaftsschule. Und selbst in diesen 46 Wörtern sind die bildungspolitischen Konturen von CDU und FDP nur schwer zu erkennen:

Gemeinschaftsschule – Ort des gemeinsamen Lernens

Gemeinschaftsschulen zeichnet der Ansatz des gemeinsamen Lernens aus. Auf Basis der KMK-Vereinbarungen können Gemeinschaftsschulen eigenständig über die Form der Differenzierung (äußere und innere Differenzierung) entscheiden. Wir werden ihnen ermöglichen, in den Klassen sieben bis zehn die naturwissenschaftlichen Fächer gesondert zu unterrichten.

„Der erste Eindruck ist enttäuschend“, stellt die Vorsitzende der Interessenvertretung der Lehrkräfte in Schleswig-Holstein (IVL) Grete Rhenius dazu fest.

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Empfehlung des Landesrechnungshofes offenbart völlige Unkenntnis der schulischen Wirklichkeit
05.06.2017

Mit ungläubigem Kopfschütteln nimmt die Interessenvertretung der Lehrkräfte in Schleswig-Holstein (IVL) die Pressemitteilung „Mehr Unterricht durch optimierten Lehrkräfteeinsatz“ des Landesrechnungshofes (LRH) vom 2. Juni 2017 zur Kenntnis.

Dort heißt es, „ein bedeutsamer Anteil der Arbeitszeit von Lehrkräften wird nicht direkt für Unterricht verwendet. Verantwortlich dafür sind insbesondere Stundenreduzierungen, die Lehrerinnen und Lehrer erhalten, sei es aus Altersgründen, sei es, um andere Aufgaben zu erledigen.“

„Das bedeutet im Klartext, dass diejenigen, die sich über das Kerngeschäft der Lehrkräfte hinaus z.T. über Jahre über jedes Normalmaß hinaus in den Schulen engagiert haben, die einzige Form der Anerkennung  und des symbolischen Ausgleichs dafür genommen werden soll“, so die IVL-Landesvorsitzende Grete Rhenius.

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IVL zu den Jamaika-Sondierungen in Schleswig-Holstein:
Die Gemeinschaftsschulen nicht vergessen!

22.05.2017

Die Interessenvertretung der Lehrkräfte in Schleswig-Holstein (IVL) appelliert an die Gesprächspartner von CDU, FDP und Grünen, die vielfach geäußerten Nöte der Schülerinnen und Schüler, der Eltern und der Lehrkräfte an den Gemeinschaftsschulen im Land während ihrer Sondierungen ernstzunehmen. Die jeweiligen Bildungsverantwortlichen in Schleswig-Holstein (SPD) und in Nordrhein-Westfalen (Grüne) hatten in den zurückliegenden Landtagswahlen auch wegen ihrer Schulpolitik schwere Schlappen hinnehmen müssen.

„Ein ,Weiter so’ an den Gemeinschaftsschulen kann es nicht geben - die bürgerlichen Parteien dürfen die Verantwortung für das Thema ,Äußere Differenzierung’ und Inklusion nicht aus dem Auge verlieren, indem sie lediglich für eine Wahlfreiheit der Schulen plädieren“, so die IVL-Landesvorsitzende Grete Rhenius.

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Jetzt einfach mitmachen
21.05.2017

Die große Mitglieder-Werbeaktion 2017 der IVL-SH.

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Jetzt die Bildungsqualität steigern: IVL gratuliert zum Wahlsieg der CDU
08.05.2017

Die Interessenvertretung der Lehrkräfte Schleswig-Holstein (IVL) gratuliert Daniel Günther zu einem überzeugenden Wahlsieg der CDU bei den Landtagswahlen in Schleswig-Holstein. Es waren vor allem bildungspolitische Inhalte, die diese Wahl entschieden haben.

Die Landesvorsitzende Grete Rhenius wünscht Daniel Günther viel Tatkraft bei seinem Vorhaben, die Qualität der Bildung in den Schulen zu steigern. Ein Schlüssel hierbei sei die Abkehr vom verpflichtenden Prinzip des gemeinsamen Lernens an den Gemeinschaftsschulen. Die CDU habe sich klar dafür ausgesprochen, den Schulen die Möglichkeit eines außendifferenzierten Unterrichtes bis hin zu abschlussbezogenen Klassen zu geben.

„Wir begrüßen dies und vertrauen auf die Umsetzung dieses Vorhabens in einer künftigen Regierungsverantwortung. Die IVL steht jederzeit zu einem Dialog bereit, um diese Ziele gemeinsam zu erreichen“, erklärte die Vorsitzende Rhenius.

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