dbb-Demo in Kiel vor dem Landeshaus

von Harro Rhenius

Unter starker Beteiligung der dbb Fachgewerkschaften DStG und Komba fand in Anwesenheit von Ministerpräsident Daniel Günther (CDU), Finanzministerin Monika Heinold (GRÜNE) und Sozialminister Dr. Heiner Garg (FDP) eine kraftvolle Demonstration gegen die bekanntgewordenen Pläne der Landesregierung zur Besoldungsstrukturreform statt.

Auch die IVL-SH war mit einer kleinen aber lautstarken Gruppe vertreten.

Kai Tellkamp, der dbbsh Landesbundvorsitzende, forderte deutlich die geplante Besoldungsstrukturreform, in deren Mittelpunkt eine Besoldungsanpassung in Höhe von einem Prozent ab 2021 verteilt über 4 Jahre stehen soll, nachzubessern. Er führte aus, dass nur, wenn früher und erheblich deutlicher ein Ausgleich des gestrichenen Weihnachtsgeldes erfolgt, die Reform als Wertschätzung und Attraktivitätssteigerung wahrgenommen werden könne. Ansonsten würde genau das Gegenteil erreicht und Schleswig-Holstein wiederum abgehängt.

Offensichtlich fehlten dem MP die notwendigen präzisen Gegenargumente, denn seine Verteidigung der Pläne war eher dürftig. Seltsam unbeteiligt wirkte dabei die Finanzministerin, aus derem Haus ja offensichtlich dieses Machwerk stammt.

Warum die Frage der Kindersonderzahlung mit der Besoldungsstrukturreform in den Worten des MP verknüpft wurde, ist dem Autor dieser Zeilen unbekannt geblieben. Beide Positionen sind nicht in einen Topf zu werfen, da die Kindersonderzahlung eine soziale Kompente ist und nichts mit Arbeitsleistung zu tun hat. (Redeausschnitt Günther)

Die Beschäftigten des Öffentlichen Dienstes in Schleswig-Holstein erwarten von ihrem Dienstherrn eine Anerkennung geleisteter Dienste und Würdigung der Verzichte der letzten Jahre.

 

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