von Harro Rhenius

Pressemeldung des Bildungsministerium vom 16.07.2019

"Wir wollen für unsere Abiturientinnen und Abiturienten mehr fachliche Vertiefung und eine bessere Vergleichbarkeit mit den anderen Bundesländern", formuliert Bildungsministerin Karin Prien das Ziel der Reform. Sie hat dazu einen breiten Diskussionsprozess auf den Weg gebracht. Schulleitungen von Gymnasien, von Gemeinschaftsschulen mit Oberstufe und den Beruflichen Gymnasien sowie Eltern- und Schülervertretungen, Lehrerverbände und Lehrergewerkschaften sind Teil dieser Diskussion um eine neue Profiloberstufe. Zum Thema gearbeitet hat im Januar 2019 auch eine Oberstufen-Tagung in Kiel. Die neue Oberstufe soll zum Schuljahr 2021/22 in Kraft treten.

von Harro Rhenius

Es sind Sommerferien, in den Schulen ist es ruhiger geworden, wenn man von ggf. durchgeführten Bauarbeiten absieht.

Schülerinnen und Schüler, wie auch Lehrerinnen und Lehrer haben sich auf die Ferien gefreut. Schulstress ist vergessen. Stress kann höchsten die Frage „Was soll ich machen?“ auslösen.

Aus diesem Grunde habe ich mich einmal mit der Internetpräsenz unseres Bildungsministeriums beschäftigt. Großartiges ist dort zu finden (manchmal). Nicht immer Zeitgemäßes ist neben Aktuellem zu finden.

So ist auf der Seite mit der Annoncierung „Schulqualität - Gute Schulen für den echten Norden“ unter anderem zu lesen, „Weitere Fachanforderungen in den Fächern Biologie, Chemie, Physik, Dänisch, Russisch, Griechisch, ev. und kath. Religion, Philosophie, Geschichte und Wirtschaft/Politik folgen zum Schuljahr 2016/17. Parallel wird schulische Qualität über Vergleichsarbeiten und zentrale Prüfungen in der Sek. I / zentrale Prüfungsteile im Abitur abgefragt.“

 

von Harro Rhenius

Das IVL-Magazin als Doppelausgabe Heft 2 und 3 ist fertig.
29.06.2019

Editorial: Eigener Sache

Harro Rhenius

Die Personalratswahl 2019 ist entschieden. Wie nicht anders zu erwarten, hat sich die GEW wiederum als stärkste Organisation erwiesen. Die Mehrzahl aller Plätze ging an sie. Die Masse hat es eben gebracht.

Verstecken müssen wir uns aber dennoch nicht. Wie bereits in der Vergangenheit konnten wir uns positionieren. Einzelheiten können Sie in unserem aktuellen Magazin nachlesen.

Frustrierend ist es aber immer wieder, wenn in persönlichen Gesprächen angedeutet wird, dass man sich ja gerne für die Kolleginnen und Kollegen engagieren würde, wenn da nicht die ggf. persönlichen Nachteile hingenommen werden müssten. Offenbar gibt es Kollegien und auch Schulleitungen, die sich als „Optiker“ verstehen und Brillen verschreiben, die ihrer persönlichen Sicht der Dinge entsprechen. Diese Brillen aber trüben die Sicht und passen auch nicht in die Zeit.
 

von Harro Rhenius

Als neuer IVL Landesvorsitzender möchte ich ganz persönlich zeigen, wie das, was oben - in den Verwaltungsstrukturen unserer Schulen -  entschieden wird, unsere Arbeit in der Praxis beeinflusst. Ich hoffe, diese Erwartung zu erfüllen, denn alles hängt zusammen: Gegenwart, Zukunft und das, was bleibt. Eine Betrachtung in drei Akten.

  1. Akt: Gegenwart

Ein beliebiger Schultag des vergangenen Schuljahres. Klassenbezeichnungen und Namen sind verändert, die Begebenheiten real.

Montagmorgen, 7:45 in einer Gemeinschaftsschule ohne Oberstufe. Die 5c sammelt sich, die Unruhe legt sich, ich warte. Alle stehen, es wird ruhig. Alan meldet sich, ich spreche ihn an: „Alan, ich habe es schon oft gesagt, wenn nicht gerade die Decke brennt, gibt es keinen Grund, dass wir uns nicht erst begrüßen, bevor wir über dein Problem sprechen. Alan senkt den Arm und ich sehe in meinem rechten Augenwinkel, dass nun auch Nele ihren Arm erhoben hat. „Nele, es erschreckt mich, wie wenig du zuhörst. Erst begrüßen wir uns, dann sprechen wir.“ Sie senkt peinlich berührt ihren Arm. Ich will gerade zur Begrüßung anheben, als Alan wieder den Arm hebt.

Das wäre insofern lustig, wenn die Aufmerksamkeitsspanne von unter drei Sekunden nur auf wenige Schüler oder das Begrüßungsritual beschränkt wäre. So ist es aber nicht.

von Harro Rhenius


Ministerin Karin Prien im Landtag:
„Startschuss für A 13 - wir verbessern die Besoldung von Lehrkräften und Schulleitungen von Grundschulen."

Datum 15.05.2019

KIEL. Lehrerinnen und Lehrer an schleswig-holsteinischen Grundschulen werden künftig besser bezahlt. Ein entsprechender Gesetzentwurf ist heute (15. Mai) im Landtag beraten worden. In der Grundschule wird das Fundament für eine erfolgreiche schulische Bildung gelegt. Dafür brauchen wir die besten Lehrerinnen und Lehrer von Anfang an. Um sie zu gewinnen, müssen wir attraktive Arbeitsbedingungen und eine attraktive Besoldung bieten, die konkurrenzfähig ist mit den anderen Bundesländern, sagte Bildungsministerin Karin Prien. Das Gesetz sei der Startschuss für A 13.

 
Es leite ab August 2020 die stufenweise Anhebung der Besoldung von Grundschullehrkräften von A 12 auf A 13 ein. Bereits zum kommenden Schuljahr 2019/20 werde die Besoldung der Grundschulleitungen und ihrer Stellvertretungen deutlich zu erhöht. Ministern Prien: Das ist ein bildungspolitischer Meilenstein und ein Zeichen von Wertschätzung für die engagierte Arbeit unserer Lehrkräfte und Schulleitungen.

Der „Gesetzentwurf zur Steigerung der Attraktivität des Lehramtes an Grundschulen“ sieht folgende Änderungen vor:

  • Ab August 2020 soll schrittweise - bis zum Jahr 2025 - die Besoldung von A 12 auf A 13 angehoben werden. Sie sollen zunächst eine ruhegehaltfähige Zulage zum Grundgehalt in der Besoldungsgruppe A 12 erhalten. Diese soll dann jährlich jeweils zum 1. August um weitere 80 Euro angehoben werden. Bis zum 1. August 2025 - dann sind alle Grundschullehrkräfte bei A 13 angelangt.
  • Erhöhung der Besoldung der Grundschulleitungen und ihrer Stellvertretungen. In einem ersten Schritt sollen die Gehälter um zunächst eine halbe Besoldungsstufe angehoben werden - und zwar bereits vom 1. August 2019 an. Im August 2020 soll die zweite Hälfte folgen.
  • Das soll auch für Funktionsstelleninhaberinnen und -inhaber an anderen Schularten mit der Befähigung für das Grundschullehramt - zum Beispiel Koordinatorinnen und Koordinatoren für die Primarstufe an einer Gemeinschaftsschule, wie auch für hauptamtliche Studienleitungen im Sachgebiet Grundschule am Institut für Qualitätsentwicklung an Schulen Schleswig-Holstein (IQSH) gelten.
  • Es sollen über die schon bestehenden Funktionsstellen hinaus neue geschaffen werden: für stellvertretende Schulleitungen an den kleineren Grundschulen mit mehr als 80 bis zu 180 Schülerinnen und Schülern. Diese Neuerung werde rund 170 Grundschulen betreffen.

Bildungsministerin Prien: Schleswig-Holstein ist damit das erste westdeutsche Flächenland, das A 13 für alle Grundschullehrkräfte einführt. Dafür nehme die Landesregierung ab 2026 jährlich rund 33,5 Millionen Euro in die Hand. „Das ist Geld für unsere Kinder und den Bildungsstandort Schleswig-Holstein.“